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Stand: 05.10.2019

Chronik

Dass wir Fassenacht feiern haben wir Heinrich Steiger zu verdanken, der nachdem der Karneval- und Unterhaltungsverein Odernheim (KUFO) keine eigenen Veranstaltungen mehr durchführte, im Jahre 1963 die Fassenacht wieder neu ins Leben rief.

Nach einer Spielersitzung sagte er zu den verdutzten Anwesenden:
"Wisst ihr was, ehr Buwe, mer mache wirrer Fassenacht. Es wehr doch gelacht, wemmer nix uff die Bän kreschde." Und so kam es, dass im Saale Franz Haas die erste Kappensitzung über die Bühne lief.
Die Akteure damals waren:
Heinrich Steiger, Richard Herzog, Wilhelm Konrad, Franz Reis, Robert Weber, Jürgen Lorenz, Friedel Hartmann, Horst Hartmann, Günther Engbarth und Willi Kron.
Schon damals spürte man, dass die Veranstaltung großen Anklang fand und auf Wunsch des Publikums die Veranstaltung in größerem Rahmen durchgezogen werden sollte. So fand die Kappensitzung 1964 erstmals in der Turnhalle statt, die uns der Turnverein Odernheim bis heute zur Verfügung stellt. In dieser bunten Narrhalla führten uns nachfolgend aufgeführte Präsidenten durch viele gelungene närrische Sitzungen:
 Heinrich Steiger, Erhard Konrad, Günther Engbarth und Rolf Scholl Rainer Hildenbrand.
Nachdem Rainer Hildenbrand nach 17 Jahren das Zepter abgab, übernahm im Jahr 2008 Achim Schick das Präsidentenamt.

Fest in die Hand nahm auch Irmgard Kron die Führung der Prinzengarde, die 1965 erstmals ins Rampenlicht trat. Nach mehrjährigem Wirken übertrug Frau Kron ihr nicht immer leichtes Amt an ihre Tochter Marlene Hartmann und sie wiederum an ihre Tochter Martina Dreesbach. Unter der Regie von Nicole Ortmann erfreute die Garde mit ihren schwungvollen Tänzen und frechen Kostümen nicht nur die Herren der Schöpfung. Seit 2003 haben sich die jungen Damen einen eigenen Namen gegeben. Unter Arabaska treten sie auch bei Tanzshows und privaten Festen auf. Bewundernswert, dass sie dabei ohne Leiterin auskommen und alle Tänze gemeinsam zusammenstellen.
Aber nicht nur die Garde, sondern auch das Männerballett mit seinen urkomischen Tänzen, sowie zahlreiche Büttenredner konnten bis heute das Publikum begeistern. Gestalten wie Knuddel und Zottel, Max und Moritz, sowie "Der Schutthaldenfahrer", "Der Feuerwehrmann" und "Schütze Bum" werden allen noch in guter Erinnerung sein. Dies gilt auch für die Pfannenflicker, die immer mit einem bunten Potpourri an Fastnachtsliedern und frech-frivolen Texten das Publikum zum Schunkeln und Mitsingen anregten. Aus ihren Liedern erfuhr man viel Wissenswertes aus dem Dorfgeschehen und lokaler Politik. Seit 1992 setzen diese Tradition mit großem Erfolg die Urumer Buwe fort.
Wenn wir von Tradition reden, dürfen wir an dieser Stelle den Disibodenberg-Fanfarenzug, heute das Disibodenberger Blasorchester, nicht vergessen, der sich nach den Fanfarenbläsern, die in den ersten Jahren die musikalischen Akzente setzten, ab 1969 in die Herzen eines jeden Zuschauers spielte. Die Disibodenberger Musikanten umrahmen heute als würdige Nachfolger unsere Sitzungen.
Seit 2003 erfreuen sich auch die Damen aus Odernheim und Umgebung in einer Damensitzung an den tollen Darbietungen unserer Aktiven.Unsere Damenelferratspräsidentin Roswitta Porth führt durch ein buntes und abwechslungsreiches Programm, dass bei jeder Sitzung unter einem bestimmten Motto steht. So waren bisher "1000 und eine Nacht", "Auf dem Bauernhof", "Eine Schiffsreise", "Im Westernsaloon" und "In der Südsee" Themen, welche die Damenwelt in Verzückung versetzte.
Aber was wäre eine Sitzung ohne die zahlreichen Helfer hinter den Kulissen, ohne deren unermüdliche Hilfe es sicherlich nicht möglich wäre, neben der traditionellen Kappensitzung weitere närrische Aktivitäten durchzuführen. Denken wir nur an die von 1980 bis 1985 durchgeführten Fremdensitzungen in Lettweiler oder die von 1978 bis 1983 abgehaltenen Eröffnungssitzungen im Saale Franz Haas. Seit 1981 bis heute stellen die Närrischen Kicker ihr Können zur Freude der älteren Mitglieder im Clubheim des Sportclubs bei der mittlerweile traditionellen Seniorensitzung unter Beweis.
Aufgrund dessen, dass das Publikum den bis vor einigen Jahren abgehaltenen Maskenbällen immer weniger, den Kappensitzungen dafür immer mehr Resonanz zollte, sah man von den Maskenbällen ab und kam 1995 zu dem Entschluss, zwei Kappensitzungen in der Turnhalle abzuhalten. Dies soll auch weiterhin so bleiben, da man sich um den Nachwuchs der Urumer Fassenacht keine Gedanken zu machen braucht. Man kann dies an den jungen Fassenachtern sehen, die seit 1983 im Rahmen der Jugend-Kappensitzung ihr Talent unter Beweis stellen.

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